Worum geht es
Präventive Kurzberatungen durch Gesundheitsfachpersonen sind wirksam, finden im Praxisalltag aber oft zu wenig statt. Damit sie zur Routine werden, reicht Wissen allein nicht – die Beratung sollte sich in der Haltung und im Alltag der Fachpersonen verankern. Und es braucht einen Weg, diese Unterstützung breit verfügbar zu machen.

Aktuelle Projektphase
In der aktuellen Projektphase wurden die Schulung zur präventiven Beratung und die Implementierungsunterstützung in einem digitalen E-Learning zusammengeführt: TiPPrävention. Es stärkt die Kompetenzen von Gesundheitsfachpersonen in zwei Bereichen – in der motivierenden Beratung von Patientinnen, Klientinnen oder Kindern und Jugendlichen sowie in der nachhaltigen Umsetzung solcher Beratungen als Team oder Einzelperson. Für die drei Versorgungssettings Arztpraxen, Spitex und Schulgesundheitsdienste wurde jeweils eine eigene Variante entwickelt und über die Lernplattform OLAT der Universität Zürich angeboten. Die teilnehmenden Fachpersonen wurden dabei vom Projektteam begleitet. Die Anwendungs- und Testphase ist inzwischen abgeschlossen; aktuell werden die Erfahrungen im Rahmen der Evaluation ausgewertet.
Link: Lernplattform OLAT der Universität Zürich → lms.uzh.ch
Literatur
Haben Sie Fragen zum wissenschaftlichen Hintergrund? Schreiben Sie uns gerne an. Eine aktuelle Diskussion zum Thema «Wirksamkeit präventiver Kurzberatungen» wird an dieser Stelle demnächst publiziert.
Zum Weiterlesen
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an relevanten Publikationen der Forschungsgruppe. Diese Veröffentlichungen beziehen sich auf verschiedene Projekte, an denen die Mitglieder beteiligt sind:
Cody R, Christensen M, Kreppke J-N, Faude O, Gerber M, Nicca D. (2022). The experience of a physical activity counseling intervention among people with major depression within the PACINAT trial – A reflexive thematic analysis. Mental Health and Physical Activity, 23. doi: 10.1016/j.mhpa.2022.200464.
Guggiari E, Jaks R, Berger FMP, Nicca D, De Gani SM. (2021). Health Literacy in the Canton of Zurich: First Results of a Representative Study. Int J Environ Res Public Health. 2021 Dec 3;18(23):12755. doi: 10.3390/ijerph182312755. PMID: 34886479
Basinska K, Künzler-Heule P, Guerbaai RA, Zúñiga F, Simon M, Wellens NIH, Serdaly C, Nicca D. (2021). Residents' and Relatives' Experiences of Acute Situations: A Qualitative Study to Inform a Care Model. Gerontologist. 2021 Sep 13;61(7):1041-1052. doi: 10.1093/geront/gnab027. PMID: 33624766 Free PMC article.
Bull F, Milton K, Kahlmeier S, Arlotti A, Juričan AB, Belander O, Martin B, Martin-Diener E, Marques A, Mota J, Vasankari T, Vlasveld A. Turning the tide: national policy approaches to increasing physical activity in seven European countries. Br J Sports Med. 2014 Mar 28.
Grob D, Martin-Diener E, Biedermann A. Strukturelle Bewegungsförderung – Beispiele aus der Schweiz. In Schneider S, Bucksch J. (eds). Walkability – Bewegungsförderung in der Kommune. Mannheim Huber, 2014.
Martin-Diener E, Wanner M, Kriemler S, Martin BW: Associations of objectively assessed levels of physical activity, aerobic fitness and motor coordination with injury risk in school children aged 7-9 years: a cross- sectional study. BMJ Open 2013, 3(8).
Wanner M, Götschi T, Martin-Diener E, Kahlmeier S, Martin BW. Active transport, physical activity, and body weight in adults: A systematic review. Am J Prev Med 2012, 42(5):493-502.
Wanner M, Martin-Diener E, Bauer GF, Stamm H, Martin BW: Allez Hop, a nationwide programme for the promotion of physical activity in Switzerland: what is the evidence for a population impact after one decade of implementation? Br J Sports Med 2011, 45(15):1202-1207.
